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1919

Der Anlauf zur Gründung eines Imkervereins im Littfetal wurde in einer Zusammenkunft von 14 interessierten Imkern am 19. Juni 1919 im Lokal Bernhard Teipel in Krombach gemacht. Als vorläufiger Vorsitzender wird  Herr Hauptlehrer Pistor, Eichen, und als Schrift- und Rechnungsführer Herr Karl Klein, Krombach, benannt.

Am 6. Juli des selben Jahres wurden die Imker zu einer Standschau nach Littfeld eingeladen. Hier hatte Herr Adam Meier auf seinem Bienenstand den Imkern die Bewirtschaftung der Völker erläutert. Über die Beitragserhebung wurde in einer weiteren Zusammenkunft am 17.9. gesprochen. Man einigte sich auf RM 2,00 pro Imker. Um in den Nachkriegswirren überhaupt  Zucker für die Fütterung der Bienen zu bekommen, erfolgte eine Zwangsabgabe von Honig, die über die Firma Spannagel, Siegen, abgewickelt wurde. Die anwesenden Imker setzten sich dafür ein, dass ein Teil dieses Honigs den Krankenhäusern in Weidenau und Siegen zur Verfügung gestellt werden sollte. Eine Wachsschmelze wurde vorgeführt, welche von den Imkern durch Umlage finanziert werden sollte. Wegen Abschluss einer Haftpflichtversicherung wurde vorgeschlagen, dass sich Herr Hauptlehrer Pistor mit Herrn Freudenstein in Marbach in Verbindung setzen sollte.

1920 Gründung des Vereins Bienenzuchtverein Ortsgruppe Littfetal

Amtsbaumeister Spickermann und Hauptlehrer Pistor führten bei einer anderen Gelegenheit am 23. Januar im Gasthof Kühte in Eichen moderne Beuten vor. Der Vorsitzende des Kreisbienenzuchtvereins, Herr Friedrich Siebel, Stendenbach, plädierte anschließend für einen Anschluß an den Kreisverein.

 

Am 11. März 1920 wurde in einer Generalversammlung der Verein unter dem Namen „Bienenzuchtverein Ortsgruppe Littfetal“ in der Gastwirtschaft Heinrich Burbach in Krombach gegründet. Erschienen waren 17 Imker. Der Vorstand wurde wie folgt gewählt:

  1.  Vorsitzender: Hauptlehrer Pistor, Eichen
  2.  Vorsitzender: Wilhelm Münker, Bockenbach
    Schrift- und Rechnungsführer: Karl Klein, Krombach
    Beisitzer: Friedrich Hirsch, Eichen
    Heinrich Busch, Krombach
    Adam Meier, Littfeld

Auf einer ersten Beitragssliste aus dem Jahre 1920 sind folgende Mitglieder aufgeführt, die als Mitgründer angesehen werden müssen:

Eichen

Hermann Krämer
Heinrich Pistor
Hermann Kursch
Wilhelm Klein
Christian Dohle

Bockenbach

Wilhem Münker
Albert Hillnhütten

Stendenbach

Friedrich Hirsch
Georg Sänger

Krombach

Heinrich Busch
Ew. Trittmann
Fritz Bäcker
Ernst Schleifenbaum
San.-Rat. Dr. Schalenkamp
Philipp Busch
Friedrich Zoeller
Gem. Vorsteher G. Schneider
August Fischer
Karl Klein
Friedrich Schmitd
Gustav Siebel
Heinrich Münker

Littfeld

Heinrich Siebel II
Adam Meier
Fr. Klein, Ww.
Fr. Schneider,Ww.
K. Schumacher, Ww.
Rudelof Birkelbach
Wilhelm Sänger
Friedr. Hoffmann
Fried. Grieb
Heinrich Kniep

Burgholdinghausen

Richard Franz
Albert Birkelbach

Beschlossen wurde ein Vereinsbeitrag von RM 2,00 und für den Kreisverein ein solcher von RM 1,00, einschl. Haftpflichtversicherung. Als Aufnahmegebühr wurden RM 5,00 erhoben, die auf Antrag erlassen werden konnten. Es schlossen sich 46 Imker dem Verein an.

Mit einer Wachsschmelze und einer Wabenpresse bemühte sich der Verein, seine Mitglieder in der Bewirtschaftung der Völker zu unterstützen und sie im Rahmen des Möglichen in der Bienenhaltung zu unterrichten. Die oben erwähnten Gründer sowie die Mitglieder aus den Gründungsjahren sind inzwischen alle verstorben.

In einer Versamlung im Mai 1920 im Vereinslokal Katz, Krombach (jetzt Dorfkrug), hielt Vorsitzender Pistor einen Vortrag, in dem er die Vermutung aussprach, dass die Rassemerkmale der Bienen durch Zuckerfütterung verändert werden könnten. In einer anschließenden Aussprache wurde die Einrichtung einer Königinnenzucht innerhalb des Vereins angeregt. Wegen der bestehenden Zuckerknappheit wurde von der Beschaffung weiterer Völker in diesem Jahr abgesehen.

Bei einem Ausflug nach Welschen – Ennest hielt dort Herr Sanitätsrat Dr. Schalenkamp einen Vortrag und führte darin auf, dass die Zuckerfütterung keine schädigende Einwirkung auf die Völker zeige. um der Beschaffung der erforderlichen Zuckermengen nachzuhelfen, gründete man eine Zuckerkommission, die auch die ordentliche Verteilung der Zuckers überwachen sollte. Der Zuckerkommission gehörten an die Imker:

Krisch, Eichen     Kniep, Littfeld     und     Klein, Krombach

1921

In der Jahreshauptversammlung am 28.2. wurde u.a. das turnusmäßige Ausscheiden der Vorstandsmitglieder festgelegt. Danach scheiden aus:

im 1. Jahr: Schriftführer und 1. Beisitzer

im 2. Jahr: Vorsitzender und 2. Beisitzer

im 3. Jahr: stellvertr. Vorsitzender und 3. Beisitzer

1922

Die Anschaffung einer Wabenpresse wurde auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, wozu auch beim Kreisverein eine Beihilfe beantragt werden sollte. Der damalige Direktor des Eichener Walzwerkes, Herr Stähler, erklärte sich bereit wegen des Zuckerbezuges mit dem Großhandel in Verbindung zu treten. Dem Eicher Walzwerk wurde die Anfertigung einer Wachsschmleze übertragen „zu einem entgegenkommenden Preis, mit Rücksicht auf die knappen Geldmittel des Vereins“, wie es in der Chronik heißt. Der Vorsitzende Pistor erklärte in einem Vortrag am 14.3., dass die Frühjahrsreisfütterunghauptsächlich mit Honig durchgeführt werden sollte. Zur Vermeidung von Räuberei empfahl er, einen Essiglappen vor das Flugloch zu legen. In einer Versammlung am 16.7. wurde bekanntgegeben, dass die Zuckerbestellung über den Verein nicht mehr erfoderlich wäre, da er nun wieder frei im Handel zu haben sei.

Bezeichnend für die finanziellen Verhältnisse in der Vorinflationszeit ist der in der Zusammenkunft am 28.10. gefasste Beschluss, die Versammlung des Vereins künftig in die Schulräume zu verlegen, um so bei den Imkern unnötige Geldausgaben zu vermeiden.

1924

In der Jahreshauptversammlung konnte kein Kassenbestand ausgewiesen werden, da die Inflation im Jahre 1923 diesen zunichte gemacht hatte. Im selben Jahre weilte der Vorsitzende des „Westfälischen Hauptverbandes für Bienenzucht“, Herr Dr. Koch, Münster, zu einem Vortrag über „Biene und ihre Reinzucht“ im Gasthof Katz, Krombach.

1925

In der Versammlung wurde ein Antrag eingebracht, wonach der Verein aus dem Kreisverein austreten solle, weil der an den Kreisverein abzuführende Beitrag von DM 3,00 je Imker zu hoch sein. In einer Eingabe an den Kreisverein sollte dieser aufgefordert werden, diesen Beitrag zu senken, anderenfalls würden einige Mitglieder aus Protest den Ortsverein verlassen.

 

1929

Der seit Vereinsgründung ununterbrochen amtierende 1. Vorsitzende Rektor Pistor legte auf der Versammlung am 4.12. sein Amt nieder. Es erfolgte die Neuwahl des gesamten Vorstandes wie folgt:

Vorsitzender:
Fritz Grieb, Littfeld
stellv. Vorsitzender:
Lehrer Karl Reiher, Eichen
Beisitzer:
Heirich Siebel II, Littfeld
Julius Busch, Krombach
Rudolf Schreiber, Eichen
Schriftführer und Kassierer:
Harry Klein, Littfeld

In derselben Versammlung wurde beschlossen, dem Kreisverband Ferndorftal beizutreten.

1930

Aus der Niederschrift vom 18.5. geht hervor, dass steuerfreier Zucker beschafft werden kann. Für jedes Mitglied müssen zwei Formulare ausgefüllt werden. Die darin angegebene Anzahl der Bienenvölker muss von der Ortsbehörde beglaubigt werden. Auf derselben Versammlung führte Herr Siebel den elektrischen Wabenlöter vor, der lebhaftes Interesse hervorrief.

1931

In diesem Jahre erfolgte die Einweihung des Lehrbienenstandes in Altenhundem.

1932

An einem Lehrgang über Königinnenzucht nehmen aus dem Verein die Imker Fr. Koblenzer, W. Sänger und E. Schneider teil. Über die Grundzüge der Königinnenzucht hielt Herr Wilhelm Sänger einen Vortrag im Verein.

1933

Gründungsjahr des 1000 – jährigen Reiches. Die Machtübernahme durch die NSDAP brachte im Vereinsleben tiefgreifende Änderungen. An die Stelle des Vorsitzenden trat der Führer des Vereins, getreu dem Führerprinzip der NSDAP. In diesem Zusammenhang legte der bisherige Vorsitzende Grieb sein Amt nieder.

1934

Zum Zwecke einer tiefgreifenderen Vereinarbeit wurde auf Veranlassung des Kreisvereins der Verein aufgeteilt. Der Ortsverein Eichen mit den Ortsteilen Stendenbach und Bockenbach hatte danach nur noch 8 Mitglieder. Von ihm ist in den kommenden Jahren nichts aus der Chronik zu entnehmen. Die Imker der Ortschaften krombach und Littfeld waren zusammengeschlossen worden im Verbund deutscher Kleintierzüchter e.V., Reichsfachgruppe Imker e.V. Ortsfachgruppe Littfetal mit Sitz in Littfeld.

In der Jahreshauptversammlung wurde die Vereinsführung wie folgt gewählt:

Führer der Ortsgruppe:
Ernst Schneider jr.

Obleute für Beobachtungswesen:
Heinrich Fuhr, Littfeld

Marktfragen und Presse:
E. Trittmann, Krombach

Königinnenzucht:
A. Klein, Littfeld

Bienenweide:
W. Sänger, Littfeld

26 Mitglieder gehörten der Ortsgruppe an.

Es ging in dieser Zeit der Umorganisation nicht immer sehr friedlich zu und auch die Verantwortlichen der damaligen Zeit hatten ihre Schwächen. Zur Veranschaulichung dessen, einige Auszüge aus dem Jahresbericht 1934 der Reichsfachgruppe Nordsiegerland, Hilchenbach, wie sich der Kreisverein damals nannte, dessen Vorsitzender Lehrer Gerhard Schrey war.

Ein verschrobenes Imkerjahr, das Jahr 1934! Verschroben in der Hinsicht, daß das durchaus günstige Wetter uns Töpfe voll Honig verhieß, zumal die Völker infolge der ständig warmen Witterung im Mai ohne Temperaturrückschläge sich prachtvoll entwickelt hatten.Aber das Endergebnis: 12 Pfd. Durchschnittsertrag an Honig pro Volk. Verschroben war das Jahr auch dergestalt, daß wir mit dem Kreisbeauftragten für Kleintierzucht im Kreis Siegen hinsichtlich der Anerkennung unsereer Kreisgruppe Nordsiegerland und der Gleichberechtigung mit der Kreisgruppe Siegen eine heftige Fehde auszuführen hatten, die uns viel Zeit, Kraft, Geld und Freudigkeit zum Aufbau der Imkerei nahm. Dem listigen, unsinnigen und hartnäckigen Festhalten an seinem Begehren, das der Kreisbeauftragte Vogel – Siegen an den Tag legte, um uns mit der Kreisgruppe Siegen zu verschmelzen, wurde ein entschiedenes „Nein“ seitens des Landesgruppenvorsitzenden und dessen engeren Mitarbeitern entgegengesetzt. Dafür danken wir der Landesleitung von ganzem Herzen! Aber trotzdem schein noch keine Glättung der Wogen eingetreten zu sein. Die Siegener entfesseln in ihrem Größenwahn immer wieder neue Stürme, auf ihrem vermeintlichen Auftrag und Einbildung als große Führer pochend, und wir können nur stets unsere Abwehrgeschütze nach Siegen richten, um unser Recht und unser Gebiet zu verteidigen. Wir hoffen, daß der „Kreisbeauftragte“ mit seinem Anhang endlich zu einer besseren Einsicht kommt und uns die Friedenspfeife anbietet.

1935

Drei Mitglieder sind in diesem Jahr verstorben, das Durchschnittsalter beträgt 60 Jahre. mit dem Imkernachwuchs sah es auch damals schlecht aus. Der Verein beteiligte sich an zwei Honigaustellungen in Münster und Hamburg und errang in Hamburg den 2. Preis.
Im selben Jahr beteiligte sich der Verein auch an der Errichtung der Königinnen – Belegstelle Martinshardt mit mehreren Mitgliedern recht tatkräftig. Bei der Einweihung mit gleichzeitiger Inbetriebname wurden durch Mitglieder unseres Vereins 8 Königinnen zur Begattung aufgestellt. Die Völkerzahl sank von  auf 82. Die Honigernte war mäßig. Damit aber die Imkerfreunde den mut nicht sinken lassen sollten, verfaßte der Vorsitzende einen ermutigenden Aufruf zur Jahreswende.

1936 – 1948

Niederschriften von Versammlungen wurden in diesen Jahren nicht gemacht, weil kein Schriftführer da war. Doch ging das Vereinsleben auch in diesen Jahren weiter. So hatte aich auch erwiesen, dass die Trennung des Vereins nicht richtig war, weil dadurch die beiden Ortsvereine zu klein geworden waren. Auch vermißte man, sich gegenseitig auf den Versammlungen, die man bis dahin gemeinsam abhielt, zu besuchen.

Um 1937 schloss man sich wieder zu einem Verein zusammen. Es ist selbstverständlich, dass auch die Kriegsjahre das Vereinsleben strak beieinträchtigten, waren doch durch Kriegsdienst die Imker über ganz Europa verstreut. Auch in den ersten Nachkriegsjahren hatte jeder mit sich selbst zu tun, galt es doch, dem Hunger zu begegnen und erste Wiederaufbauarbeiten zu leisten.

Seit dem 25.4.1948 wurde mit der Neuwahl des Schriftführers Eduard Fünfsinn auf der Jahreshauptversammlung wieder Protokoll geführt. Man erwog die Errichtung eines Wanderstandes und so kaufte man mit dem restlichen Kassenbestand noch vor der Währungsreform das dafür erforderliche Material. Vorsitzender Schneider berichtete von einem Lehrgang in Marburg, an dem er teilgenommen hatte und auf dem er mit der Carnica-Biene, Zuchtrichtung Troiseck, in Berührung kam.

In einem Anbrütekasten wurde von Marburg durch ihn Zuchtstoff von Troiseck-und Peschetzmüttern geholt. Während die Peschetz sehr gut einschlug, versagte die Troiseck gänzlich.

Um wieder Geld in die Vereinskasse zu bekommen, schlug Karl Bender vor, den vollen Vereinbeitrag noch einmal in DM zu entrichten. Das „Kopfgeld“ hatte uns damals aber alle arm gemacht und so einigte man sich, pro Mitglied DM 1,00 als ersten Grundstock in die Vereinskasse zu zahlen. In derselben Versammlung, am 8.8.1948, wurde beschlossen, nach dem Schluß derselben eine Wanderung in die Littfelder Gemarkung Hemmelhohl zu machen, um den besten Standort für die beabsichtigte Errichtung einer vereinseigenen Belegstelle zu ermitteln.

 

1949

 

Die Belegstelle „Hemmelhohl“ wurde durch Eigenleistung der Mitglieder errichtet. In mühsamer Arbeit wurden Kies, Sand, Zement, Blech und andere Baumaterialien in den „Berg“ gebracht. Wie mancher Schweißtropfen ist dabei verloren worden. Doch entstand auf einem festen Fundament eine solide Hütte, die nicht nur Platz für die Aufstellung der Vatervölker und für die Unterbringung der Schutzhäuschen und Arbeitsgeräte bot, sondern in der man sich auch zusammensetzen und diskutieren konnte, wie das unter Imkern seit eh und je üblich ist. In diesem Jahr wurden von 11 Imkern 75 Königinnen aufgestellt, von den 56 begattet wurden. Das Begattungsergebnis von 78 % mußte als gut angesehen werden. Durch die guten Erfolge mit der „Peschetz“ wollte man versuchen, alle Völker des Vereins auf diese umzuweiseln.

 

1950

 

In der Züchterversammlung am 19.2. wurde u.a. vom Vorsitzenden E. Schneider angeregt, daß die Erfahrungen über die Entwicklung der Völker, deren Honigerträge offen von Imker zu Imker besprochen werden sollten, um somit zu einer wirklichen Gemeinschaftsarbeit zu kommen. In der Belegstellenordnung legte man fest, daß es eine Vereinsbelegstelle sei, die nur von Vereinsmitgliedern beschickt werden könne.

 

1951-1953

 

Der Wanderstand im Höllenbachtal in Krombach wurde errichtet. In der Versammlung am 23.3.1951 forderte der Vorsitzende Schneider die Errichtung eines Reinzuchtgebietes umfassend die Kreise Siegen, Olpe und Wittgenstein. Auch wurde vor der Einführung fremder Bienen gewarnt, da hierbei die Gefahr

der Einschleppung von Bienenkrankheiten (Milben) bestehe. In diesem Jahr erlebten Imker und Verein einen guten Aufschwung. Davon berichteten auf einer Kreisvereinsversammlung unsere Imker und waren darüber nicht wenig stolz. Zuruf des Kreisvorsitzenden Schreiber: “ Wenn die Littfelder schleudern, packen es normale Honigkübel nicht, da müssen Jauchefässer her.“

 

1954-1960

 

Im folgeschweren Nosemajahr 54/55 erlitten die Imker des Vereins Verluste bis zu 100 %. Eingewintert wurden 218, ausgewintert 95 Völker. Wirksame Medikamente gegen die Nosema gab es damals noch nicht, sie wurden erst später entwickelt. Die Bienenväter standen vor dem Nichts und mußten praktisch von vorne anfangen. Interessant ist, daß der damalige Honigpreis DM 3,00 betrug.

In der Versammlung vom 10.5.58 berichtete Vorsitzender Schneider, daß die Zuschüsse zur Förderung der Bienenzucht von der Landwirtschaftskammer erteilt würden. Gefördert würde aber nur die Belegstelle Martinshardt, Littfeld bekäme nichts. Es wurde beschlossen, bei den Gemeinden Geldmittel für die Durchfuhrung der Zuchtbestrebungen des Vereins zu bekommen. Alle drei Gemeinden des Vereinsgebietes spendeten daraufhin auch Geldbeträge.

In der Versammlung vom 19.4.59 wurde Erwin Steuber einstimmig zum Kassierer gewählt. In diesen Jahren wurden die Schäden des Nosemajahres 54/55 wieder ausgeglichen. Jagdpächter, Jagdvorsteher und Haubergvorstand machten uns Schwierigkeiten bei der Benutzung unserer Belegstelle. Das ging so weit, daß der Belegstellenbetrieb ein Jahr vollkommen eingestellt werden mußte. Es gab aber auf der anderen Seite auch wieder Schützenhilfe für uns, durch einige Hauberggenossen und den Forstmeister Sorg aus Weidenau, die sich für unsere Belange einsetzten.

 

1961-1966

 

In der Jahreshauptversammlung am 7.4.1963 trat Willi Sänger als 2. Vorsitzender zurück, an seine Stelle wurde Herbert Stöcker gewählt. Nach dem Jahresbericht 1966 gehörten dem Verein 34 aktive und 4 passive Mitglieder an. Die Zahl der Bienenvölker hat sich von 209 auf 218 im Berichtsjahr erhöht.

 

 

1961-1967

 

Ausflug nach Mayen zur Besichtigung des dortigen Instituts. Die beiden KIV schlössen sich zum KIV Siegen zusammen. Auf der Jahreshaupt­versammlung am 2.4. referierte Imkerfreund Bender „Akute Probleme in der Imkerei.“ Er führte u.a. aus: Die Imkerschaft sucht nach der besten Biene. Trotz Merkmalskörnungen sei keine merkliche Verbesserung in der Leistungszucht zu verzeichnen. Die Institute unseres Verbandes sollten sich um die Zucht der

1968

 

Versammlung am 3.5. im Vereinslokal Hambloch, Krombach. Hier wurde vom Vorsitzenden das Verhalten des DIB mißbilligt, der es ermöglicht hat, daß Honig aus der DDR zu einem Preis von DM 2,55 pro Pfund in den Geschäften verkauft wird, wofür der Imker in der DDR DM 4,00 Ost je Pfund bei Aufkauf durch die Erfassungsstelle in der DDR erhält. Uns Imkern in der Bundesrepublik wurde damit die Haltung eines marktgerechten Preises, den wir für unser hochwertiges Nahrungsmittel erhalten müssen, sehr erschwert. Auch wurde über den Erwerb eines Grundstückes als Vereinseigentum gesprochen. Hierbei sollen nicht nur die für die Förderung der Bienenzucht erhaltenen Mittel sinnvoll angelegt werden, sondern es müsse für die Mitglieder stets die Möglichkeit zur Unterbringung von Völkern bestehen, auch dann, wenn durch evtl. Schwierigkeiten mit den Waldbesitzern, Pächterwechsel u.a. Benutzung unserer Belegstelle nicht möglich sein. Auch die Möglichkeit den Verein „eintragen“ zu lassen, wurde besprochen.

 

 

1969

 

In der Versammlung am 8.12. gab der Vorsitzende Schneider u.a. den Jahresbericht. Wegen verschiedenen Schwierigkeiten sei in der Grundstücksan­gelegenheit nichts weiter unternommen worden. Dies auch im Hinblick auf die vielleicht kommende Zusammenlegung mit dem IV Kreuztal. Ein 50jähriges Jubiläum stehe 1970 bevor. 24 Mitglieder bewirtschafteten z.Zt. 202 Völker. Seine Bestrebungen, für die angrenzenden Sauerländer Imker einen Begattungsplatz zu errichten, fand keinen Widerspruch.

1970 Jubiläumsjahr

Auf der 50. Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, einen „Tag der offenen Tür“ zu veranstalten, dessen Zweck hauptsächlich darin bestehen soll, Nachwuchs-Imker zu erhalten. Die beiden anwesenden Imkerfreunde Emil Krämer und Wilhelm Sänger kramten in ihren Erinnerungen. Auch Vorsitzender Schneider und Imkerfreund K. Bender taten es auf ihre Weise. 229 Völker werden von 24 Mitgliedern betreut.

In einer außerordentlichen Versammlung am 29.5. bei Hambloch wurde den Versammelten bekanntgegeben, daß der seit 1933/34 den Vorsitz führende Ernst Schneider aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht weiter ausüben könne. Imkerfreund Bender schlug Imkerfreund Müns als neuen Vorsitzenden vor. Mit der Abstimmung durch Handzeichen wurde L. Müns einstimmig gewählt, worauf er die Wahl annahm.

Der „Tag der offenen Tür“ wurde am 12.7. durchgeführt. Auf der Belegstelle Hemmelhohl, vor allem auf der Außenstelle Elbershagen, konnten wir viele Interessierte begrüßen.

Versammlung am 3.10.1970. Unser Jubelfest rückt immer näher und so steht diese Versammlung ganz in diesem Zeichen.

Das Jubelfest wurde am 24.10.1970 in der Krombachhalle in Krombach gefeiert. An dem Jubiläum wirkten mit:

Der Jugendspielmannszug des TV Hoffnung Littfeld.

Festredner war der Imkerlehrer Perkiewicz aus Marburg.

Schirmherr des Jubiläums Bürgermeister Neef aus Kreuztal.

Durch den guten Zuspruch seitens der Bevölkerung und die Mitarbeit unserer Imkerfreunde war das Fest ein voller Erfolg.

Im Jubeljahr konnten einige Imkerfreunde mit den Nadeln des Deutschen Imkerbundes ausgezeichnet werden.

Gold: Emil Krämer, Eichen

Otto Stahl, Eichen Silber: Doro Dietze, Eichen

Walter Lüttgert, Krombach

Herbert Stöcker, Littfeld

Erwin Steuber, Littfeld

Im Berichtsjahr war nicht nur erfreuliches zu berichten, so verloren wir durch Tod zwei alte Mitglieder und zwar:

Stefan Haßa und Robert Schmidt

 

1971

 

Der Ausbau der Belegstelle Elbershagen ging durch die Mitarbeit der Imkerfreunde zügig voran.

Im Vordergrund stand die Beschickung der Belegstelle mit rassereinen Bienen Peschetz-Königinnen, die vom Urzüchter Peschetz bezogen wurden. Diese brachten in ihrer Zahl ein gutes Ergebnis an Honig. Der Honigertrag lag im Siegerland bei einem Durchschnitt von 10,1 kg. Der Honigpreis betrug pro Glas (500 g) 4,00 DM.

Am 19.9.1971 wurde die Belegstelle Elbershagen mit einer kleinen Feier offiziell eingeweiht.

 

1972

 

Die Imkerfreunde beschlossen, auf der Belegstelle Elbershagen nur Bienen der Zuchtrichtung Peschetz zu vermehren. Da von dem Urzüchter Peschetz kein Zuchtmaterial mehr zu erhalten war (Tod und Einstellung des Betriebes), wurde beschlossen, den Zuchtobmann Friedel Weber in unsere Zucht (der künstlichen Besamung) einzugliedern.

Als Termin für die künstliche Besamung einigte man sich auf den 9.7.1972 auf der Belegstelle. Kosten je Besamung 5,00 DM.

 

1973

Auf der Jahreshauptversammlung am 24.2.1972 verwies der Vorsitzende auf die beiden Versammlungstermine am 24.3. und 14.4.1973 mit je einer Tonfilmvorführung. Es wurde weiterhin beschlossen, am 3.6.1973 einen Tag der offenen Tür auf den beiden Belegstellen durchzuführen.

Der Vereinsbeitrag wurde von 2,00 DM jährlich auf 12,00 DM je Mitglied erhöht.

Am 1.5.1973 fand traditionsgemäß das Treffen auf der Belegstelle statt.

Die künstliche Besamung durch Friedel Weber wurde auf den 16. und 17.6.1973 festgelegt. 50 Königinnen wurden auf diese Weise besamt.

Ernst Schneider gab in der Hauptversammlung einen Rückblick auf 40 Jahre Zander-Magazin. Er kam mit dem Magazin nach Professor Zander auf der Vogelwarte Altenhundem in Berührung, und wurde so überzeugt, daß er sich sofort die ersten Magazine angeschafft hat. Die einfache Behandlung von oben und problemlose Erweiterungsmöglichkeiten derselben, hatten es ihm angetan. Dann schilderte er anschaulich, die Betriebsweise in den Beuten im Jahresablauf.

 

besten Biene intensiver kümmern. Der Kleinimker mit seinen wenigen Völkern sei dazu nicht in der Lage. Nach den Worten des neuen DIB-Präsidenten Dr. Fahr will der DIB Aufgaben gestellt bekommen. Wir sollten sie ihm durch obige Forderungen geben.

In der Versammlung am 9.12. sprach der Vorsitzende von der ROTZUCKER­Gefahr. Wenn im Jahre 1968 kein roter Honig geerntet werden sollte, müßten die Imker in ihren Völkern reichlich neuen Wabenbau errichten lassen. Die Gründung einer Zuchtgemeinschaft innerhalb des Vereins wurde durch den Vorsitzenden gefordert. Deshalb sollte unsere Belegstelle ab 1968 eine neue Aufgabe bekommen als Leistungs- und Prüfstand. Jeder sei zur Mitarbeit einge­laden. Imkerfreund K. Bender schlug vor, die 1967 bezogenen Königinnen, das waren

5 begattete Insel-Königinnen 9 unbegattete von Erlangen und 10 begattete von Münster

sollten möglichst vollzählig zur Leistungsprüfung aufgestellt werden.

 

 

1974

 

Von der Jahreshauptversammlung am 19.12.1974 ist folgendes zu berichten: Der Vorsitzende verfaßt den Jahresbericht. Ein reges Vereinsleben wurde kundgetan. Belegstellenwart Karl Bender verlas den Belegstellenbericht.

  1. a) Belegstelle Elbershagen

249 Königinnen in EWK angeliefert, davon 199 begattet, 60 Königinnen verloren.

  1. b) Belegstelle Hemmelhohl

33 Königinnen in EWK angeliefert, davon 27 begattet,

6 Königinnen verloren. Außerdem wurden auf Elbershagen 25 Königinnen in Ablegern durch unseren Zuchtobmann Fiedel Weber künstlich besamt. Bemängelt wurde unter Zucht, daß immer nur 3-4 Aktivisten die Arbeit leisten. Die Belegstelle ist für alle da und Früchte werden von allen geerntet. Unsere Belegstelle ist die einzige des Landesverbandes mit Peschetz-Linie.

Folgende Mitglieder sind verstorben: Wilhelm Finger, Littfeld Emil Kärrner, Eichen

Das Belegstellenfest verlief sehr harmonisch. Wegen zunehmender Beteiligung der Imker aus dem Sauerland an unserer Belegstelle, ist eine Erweiterung unbedingt erforderlich.

Als Abschluß des Jahres fand am 14.12.1974 die Weihnachtsfeier im kath. Jugendraum in Littfeld unter großer Beteiligung statt. Jung und alt verließen frohgemut die Tagesstätte.

 

1975

 

Das Jahr begann mit der Farbton-Filmvorführung ‚Apis mellica“-Priesterin im Tempel der Natur. In diesem Film wurde das Wirken der Bienen im Jahresablauf vor Augen geführt.

In Kreuztal soll ein Körlehrgang durchgeführt werden. L. Müns sagte seine Teilnahme zu. Die Anlage einer Samenbank soll in Kreuztal in Aussicht genommen werden.

Vom Vorsitzenden wurde in der Versammlung im März ein Bericht über den Vortrag von Dr. Steche gegeben, in dessen Mittelpunkt die Nosema stand. Dr. Steche lehnt Vorbeugungsmaßnahmen durch Fütterung von Medikamenten ab, da das Volk unter normalen Verhältnissen im Herbst keine Belastung durch die Nosema hat.

Der Herbst 1975 ist seit 25 Jahren einer der ungünstigsten gewesen. Nach einer Mißernte von Honig sei auch die Eiweißversorgung der Völker durch schlechtes

Wetter sehr mangelhaft gewesen. Man hat aus diesem Grunde bereits im Nachsommer 1974 Futtermaische (Eiweiß in Form von Milchpulver) zugesetzt.

 

1976

Jahreshauptversammlung 13.1.1976. Die Vorstandsmitglieder verlasen ihre Jahresberichte.

Der Kassenbericht wurde von den Kassenprüfern für in Ordnung befunden. Der Belegstellenwart Karl Bender kündigte die Erweiterung der Belegstellenfläche an, um die Neubeschickung für das Jahr 1976 aufnehmen zu können. Die Neuanschaffung von 65 neuen Schutzhäuschen ist erforderlich geworden.

Um den Aufschwung der Belegstelle Elbershagen zu verdeutlichen, hier einige Zahlen:

Belegstellenbeschicker aufgestellte Königinnen

1973 13 Imkerkollegen 317

1974 14 Imkerkollegen 240

1975 29 Imkerkollegen 534

1976 31 Imkerkollegen 815

Künstlich besamt durch Zuchtobmann Friedel Weber

1973 50 Königinnen

1974 49 Königinnen

1975 80 Königinnen

1976 68 Königinnen

Bei den Honigpreisen darf keine Preisabsprache getroffen werden. Da einige Imker den Honig für 4,00 DM abgeben, wird darauf hingewiesen, daß sich die Imker an die Empfehlung halten, einen einheitlichen Preis für ihr Produkt zu nehmen.

 

1977

 

Über die eventuelle Anschaffung eines Besamungsgerätes, das von Imkermeister Weber aus Kreuztal beschafft werden könnte und ca. 2500,00 DM kostet, wurde gesprochen. Herr Weber wird dafür auch einen oder mehrere Imker des Vereins in der instrumentellen Besamung ausbilden.

 

1978

 

Jahreshauptversammlung 1978. Der Vorsitzende stand turnusgemäß zur Wahl an. Es wurde Wiederwahl vorge­schlagen, weitere Vorschläge erfolgten nicht. Die Abstimmung ergab die einstim­mige Wiederwahl des bisherigen Vorsitzenden. Lothar Müns nahm die Wahl an.

Mit der Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes zeichnete der Vorsitzende folgende Mitglieder aus:

Gold    für Erwin Steuber

Silber   für Helmut Donner

Bronze für Alfred Hesse und Johann Schaffer

Die langjährigen Mitglieder Karl Bender Wilhelm Sänger Ernst Schneider und Otto Stahl

wurden für die erworbenen Verdienste und ihre Treue zum Verein zu Ehrenmit­gliedern des Imkervereins Littfetal, unter Aushändigung je einer persönlichen Ehrenurkunde, ernannt.

Durch die Mühen und Plagen beim Beschicken mit Vatervölkern wurde die Belegstelle Hemmelhohl geschlossen und die Schutzhütte an den Jagdpächter verkauft.

Am „Ewigen Fuhrmann“ soll im kommenden Jahr der Außenstand errichtet werden.

Der Vorsitzende führte aus, daß der Honig innerhalb unseres Vereins zu billig verkauft würde. Aus Informationsmaterial des Deutschen Imkerbundes gehe hervor, daß im Jahre 1976 500 g Waldhonig 7,20 DM gekostet haben.

Imkerfreund Alfred Stahl hat Honig zur 55. DLG-Ausstellung in Frankfurt (Main) eingesandt. Von 200 möglichen Punkten erhielt er für seinen Honig 176 Punkte und damit die Silbermedaille.

 

1979

 

Jahreshauptversammlung 1979. Der Vorsitzende berichtet von einem Vortrag, den Imkermeister Rühl in Wilnsdorf über die Vörroa-Milbe gehalten hat. Eingeschleppt wurde die Milbe mit importierten Bienen aus Pakistan, durch das Institut Oberursel (Prof. Ruttner). Zum gegen­wärtigen Zeitpunkt sind im Landesverband Hessischer Imker 27.000 Völker mit diesem Parasit befallen. 900 Völker bereits verbrannt.

Ein wirkliches Heilmittel ist noch nicht gefunden worden. In einem Vortrag von Dr. Weiß, Erlangen, wird berichtet, daß im Institut nur noch Zucht in weiselrichtigen Völkern durchgeführt wird.

1979 war ein sehr ungutes Jahr, in dem wir den ganzen Sommer auf das Einsetzen der Tracht vergebens gewartet haben. Um die Völker vor dem Verhungern zu bewahren, mußten sie in einer Zeit, in der sonst Hochtracht ist, gefüttert werden.

Laut Seuchenverordnung des Kreises Siegen in diesem Jahr, ist jeder Imker verpflichtet, eine Windel je Volk einzulegen. Diese muß anschließend dem Kreisveterinär zur Begutachtung eingesandt werden.

Auf Beschluß der Imkerfreunde wurde eine elektrische Wachsschmelze gekauft, die Imkerfreund Werner Schumacher betreut.

 

1980

 

26.1.1980 Jahreshauptversammlung. Nach einem gefaßten Vorstandsbeschluß sollen Mitglieder ab dem 70. Geburtstag oder solchen die über 50 Jahre Vereinsmitglied sind, und die sich im Verein bzw. in der Imkerei verdient gemacht haben, mit einem Präsent geehrt werden.

Mit einem Weinpräsent wurden folgende Mitglieder geehrt:

Ernst Schneider   50 Jahre Mitglied und langjähriger Vorsitzender Wilhelm Sänger   53 Jahre Mitglied Fritz Busch 83. Geburtstag

Im April führte Imkermeister Reinhold in Siegen den Film „Varroa“ die Bestie im Bienenvolk vor. In anschaulichen Aufnahmen konnte man den Schädling und sein Werk betrachten, der zu der Geisel der Imkerei geworden ist.

Auf der Vertreterversammlung in Weifer am 4.10.1980 wurde erklärt, daß auf die sogenannten Landbelegstellen nicht verzichtet werden könne. Im Landesverband werden z.Zt. 65.000 Völker gehalten. Wenn der Bedarf der Königinnen nur über die instrumentelle Besamung erfolgt, gegenwärtig werden ca. 600 Königinnen besamt, so wäre dies noch nicht 1 %. Es geht also nicht ohne Belegstelle, wenn eine gute Zucht vermehrt werden soll.

 

1981

 

Auf der Jahreshauptversammlung wurden die nachstehenden Mitglieder mit Urkunden und Nadeln des Deutschen Imkerbundes ausgezeichnet:

Bronze: Werner Hennig Bernhard Pohler

Silber:   Alfred Edelhof Alfred Hesse

Gold:    Herbert Stöcker Lothar Müns

 

1982

 

Die Ehrenmitgliedschaft des Landesverbandes Westf.-u.-Lipp. Imker wurde am 3.4.1982 unserem Imkerfreund Otto Stahl verliehen. Leider kam diese Ehrung

erst nach seinem Tode und so übergab der Vorsitzende die Urkunde seinem Sohn Alfred.

Diese Ehrung wurde auch Imkerfreund Wilhelm Sänger für 54jährige Mitgliedschaft und Ernst Schneider für 52jährige Mitgliedschaft zuteil.

Der 1. Mai ist nahe und wie in den Vorjahren, soll auch in diesem Jahr der Belegstellenbetrieb eröffnet werden.

Im Juni beteiligte man sich mit einem Festwagen zum 100jährigen Bestehen des MGV Hoffnung Littfeld.

Das nun bald zu Ende gehende Jahr hat den Imkern im Vereinsgebiet die Hoffnung auf eine gute Ernte nicht erfüllt, die am Beginn des Jahres noch gehegt wurde. Die ersten Tage nach dem Einsetzen der Tracht ließen die Erwartungen hochsteigen. Doch dann folgten drei Wochen Regen und damit schwamm unsere Hoffnung die Littfe hinunter.

 

1983

 

Varroa – im Siegerland – was tun? Seit 10 Jahren ist die Plage von Oberursel ausgehend in der BRD und breitet sich unaufhaltsam immer weiter aus. Wir hatten bisher immer noch gehofft, von ihr noch solange verschont zu werden, bis ein wirksames und unbedenkliches Mittel dagegen gefunden ist, doch heute muß erkannt werden, daß dies noch nicht der Fall ist.

Der MGV Krombach feiert am 12.6.1983 sein 125jähriges Jubiläum. Hier wird sich der Imkerverein Littfetal mit einem Festwagen beteiligen.

Die Gemeinde Altenkleusheim wird am 19.6.1983 600 Jahre. Auch hier beteiligt sich der Verein mit einem Festwagen.

Verstorben sind:

Imkerfreund Otto Stahl, Eichen Leonard Schmidt, Altenkleusheim

 

1984

 

Karl Bender ist im Januar verstorben.

Im Kreis Siegen sind jetzt schon 749 Bienenvölker auf 59 Ständen von der Varroa befallen. Die Behandlung der befallenen Völker wird vom Kreisveterinär angeordnet.

Im September verstarb der langjährige Vorsitzende Ernst Schneider.

1985

 

Am Sonntag, dem 3. März hat der Kreisimkerverein Siegerland für 10.00 Uhr in der Siegerlandhalle eingeladen zu einem Vortrag von Herrn Josef Hölzer, Leverkusen, mit dem Thema: Erfahrungen bei der Bekämpfung der Varroa im Bergischen Land. Der Parasit müsse bekämpft werden, sonst vernichtet er die befallenen Völker. Perizin, ein im Anerkennungsverfahren befindliches neues Medikament, das von den Bayer-Werken entwickelt wurde, läßt uns hoffen, weil es einfach in der Anwendung ist.

In der Versammlung des Landesverbandes ist am 30.3.1985 im Haus Düsse unser K.I.V. Vorsitzender, Gottfried Kessler, Siegen, mit 2/3-Mehrheit zum neuen Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt worden. Theo Alves hat diesem 18 Jahre in Folge vorgestanden.

Seit dem Jahre 1967 übt Helmut Donner die Tätigkeit des Schriftführers in unserem Verein aus. Der Vorsitzende überreichte ihm Urkunde und Ehrennadel in Gold des Deutschen Imkerbundes mit Dankesworten für die von ihm bisher geleistete Arbeit.

Am 12. Juni 1985 ist unser Mitglied Werner Schumacher verstorben.

Im Dezember dieses Jahres wurde Perizin der Bayer AG vom Bundeszulassungsamt in Berlin zur Bekämpfung der Varroa zugelassen. Damit steht uns ein leicht zu handhabendes, wirksames Mittel zur Verfügung.

 

1986

 

Am 24.1.1986 ist unser langjähriges Ehrenmitglied Fritz Busch im Alter von 89 Jahren verstorben.

Der Vorsitzende berichtete von der letzten Vertreterversammlung des Kreisim­kervereins in Siegen am 13.3.1986, daß die Verluste im Winter 1984 zum Frühjahr 1985 im Kreis Siegen 50 % der eingewinterten Völker betrugen, während der Durchschnitt im Landesverband nur bei 30 % lag. Die Mitglieder des Kreisimker­vereins hatten im Herbst 1984 4385 Völker zur Einwinterung gemeldet, trotz der eingetretenen Verluste wurden aber im Herbst 1985 wieder 3000 Völker im Kreisgebiet angemeldet.

In der Versammlung vom 21.3.1986 übergab der 1. Vorsitzende die Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Imkerbundes an unseren Imkerfreund Franz Ettinger.

Um eine Werbeveranstaltung für die Imker zu erreichen, wurde mit dem Werbebeauftragten Herrn Reinders vereinbart, daß der Imkerverein Littfetal mit dem Imkerverein Ferndorf eine umfassende Ausstellung in der Kassenhalle der Sparkasse Kreuztal veranstaltet. Als Termin wurde die Zeit vom 16.-31. August

1986 Teil2

 

1986 vereinbart. 10000 Haushalte sollten mittels eines Werbeprospektes, dessen Verteilung die Sparkasse übernahm, angesprochen werden. Die Ausstellung wurde mit großem Interesse von der Bevölkerung wahrgenommen.

Im Dezember wurde der Video-Film „Labor-Bienenstock“ vorgeführt. Es war für uns wohltuend, nach den vielen meist negativen Veröffentlichungen in Funk und Fernsehen über unser Bienenerzeugnis Honig, nun von berufener Seite zu vernehmen, daß Honig mehr ist, als ein Süßmittel. Nachfolgend einige Punkte aus diesem Film, wovon uns wohl das meiste bekannt ist, doch sollte es nun auch dazu dienen, unsere Honigkunden aufklärend zu beraten.

Die Blütenstetigkeit der Bienen wurde hervorgehoben.

Honig ist ein reiner Energiespender, enthält neben Zuckerarten Aromasubstanzen (Duftstoffe). Er wirkt entzündungshemmend, dient bei Brand-, Schürf- und anderen Wunden.

Propolis: Trotz drangvoller Enge im Bienenvolk sind keine Krankheiten und Seuchen im Volk. Flavoloide – Farbstoffe der Pflanzenwelt werden aus Propolis gewonnen. Sie beeinflussen den menschlichen Stoffwechsel positiv.

Pollen: Er besteht aus 1/3 Eiweiß. Es gibt kein Nahrungsmittel, das so viel natürliche Aminosäuren aufweist wie Pollen.

Die Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes in Bronze wurde im Dezember von dem Vorsitzenden den Imkerfreunden

Ulrich Fuhr, Krombach

Reinhard Busch, Krombach, überreicht.

 

1987

 

Im Januar überreichte der Vorsitzende L. Müns die Ehrennadel des Deutschen Imkerbundes den Mitgliedern

Bronze:   Werner Kleine, Altenkleusheim Silber:    Johann Schaffer, Krombach

Der Film der Bayerwerke über die Bekämpfung der Varroa-Milbe wurde auf der Jahreshauptversammlung vorgeführt.

Der Imkerverein kaufte in diesem Jahr eine wassergekühlte Mittelwand-Gußform, auch wurden verschiedene Gießformen für Kerzen gekauft.

Der SGV Littfeld feierte am 11.4.1987 sein 75jähriges Jubiläum. An der Baum­pflanzaktion „Kindelsbergallee“ beteiligte sich der Verein nicht nur mit einer Spende, sondern einige Mitglieder beteiligten sich aktiv an der Pflanzaktion.

In der Novemberversammlung wurde aus gegebenem Anlaß darauf hingewiesen, um vollen Versicherungsschutz zu erhalten, muß vom Imker die tatsächliche Anzahl der jährlich eingewinterten Völker gemeldet werden, wenn nicht, ist er unterversichert, was sich im Schadensfall für den Versicherten nachteilig auswirkt. Ein Imkerfreund verlor durch Spritzaktion (Vergiftung) 30 Bienenvölker. Dazu allgemein: Bei Verdacht auf eine Vergiftung der Bienen sind mind. 1000 tote Bienen (mit Pollen) und 250 g der betroffenen Pflanzen an die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Untersuchungsstelle Bienenvergiftung zu senden. Der Imkervorsitzende, die örtliche Polizei und evtl. weitere Zeugen sind zu verständigen bzw. zu benennen.

 

1988

Den Schluß der Jahreshauptversammlung bildete der Film „Honig, Ge­schenk der Natur“. Hier wurde wieder einmal die Wunderwelt des Organismus Biene in seinen vielfältigen Beziehungen unter und zueinander, wie auch in seiner Bedeutung für die Erhaltung einer einigermaßen intakten Umwelt, soweit dies in Gottes von und durch den Menschen belasteten Schöpfung überhaupt noch möglich ist, vor Augen geführt.

Anläßlich des 125-jährigen Jubiläums des Kreisimkervereins Siegerland fand am 8.5.1988 eine Festveranstaltung in der Siegerlandhalle statt. Festredner: Bernhard Hollmann, Münster, Zuchtobmann des Landesverbandes Westf.-Lipp. Imker e.V. Aus diesem Anlaß richtete unser Verein einen Tag der offenen Tür auf unserer Belegstelle Elbershagen-Hemmelhol aus, der sehr regen Zuspruch fand.

Am 2.10.1988 wurde in Siegen der „Deutsche Imkertag“, in der Siegerlandhalle im Leonhard-Gläser-Saal begangen, begleitet von einer Ausstellung „125 Jahre Kreisimkerverein Siegerland“.

Der Obmann für Honigfragen des Landesverbandes Neuchel hat auf der Schulungs­tagung berichtet, daß für die Honigprämierung zum Deutschen Imkertag des DIB in Siegen 168 Lose (je Los 6 Gläser) angeliefert worden seien. 27 % davon seien von den Prüfern als nicht geeignet zurückgewiesen worden. Gewicht zu niedrig und zu hoher Wassergehalt.

 

1989

In der Januar-Versammlung wurden die Farbtonfilme „Das Bienenjahr“ und „An der Arbeit des Imkers“ vorgeführt. In beiden Filmen konnten die Arbeiten an und mit den Völkern in schönen Aufnahmen und erläuternden Texten im Jahresablauf miterlebt werden. Vom Landesverband Bayerischer Imker war Zuchtobmann Th. Günthner zu einem Vortrag nach Siegen gekommen. Thema: Zuchtauslese und Königinnenzucht in einer zeitgemäßen Imkerei. Vor Einführung der Carnica-Biene habe man es nur mit stechlustigen Völkern zu tun gehabt.

 

Die Mitglieder des Imkervereins Littfetal beschlossen auf ihrer November-Versammlung eine Honigspende der AWO in Kreuztal zu übergeben und zwar auf deren Weihnachtsfeier am 5.12.1989 in der Otto-Flick-Halle. Die Übergabe sollte auch der Öffentlichkeit bekannt gemacht und damit demonstriert werden, daß auch ein kleiner Verein wie der unsere, Freude zu alten und hilfebedürftigen Menschen bringen kann.

 

1990

 

In diesem Jahr begeht die Freiwillige Feuerwehr ihr lOOjähriges Jubiläum. Der Imkerverein Littfetal beteiligte sich mit einem Festwagen am Festzug, der großen Anklang fand.

Am 20.4.1990 übereichte der Vorsitzende folgende Ehrennadeln des Deutschen Imkerbundes an nachstehende Vereinsmitglieder:

Gold: Silber:

Bronze:

Walter Lüttgert, Krombach Franz Ettinger, Krombach Werner Hennig, Eichen Bernhard Pohler, Krombach Wolf gang Busse, Lüttringhausen

Durch Wespen wurden dieses Jahr mehrere Bienenvölker ausgeraubt.

 

1991

 

Über den Kreisimkerverein Siegerland wurde ein Refaktometer angeschafft, um den Wassergehalt in Prozenten im Honig zu bestimmen.

Unser Vorsitzender berichtet uns von einer Tagung in Münster. Dort referierte Dr. Mühlen vom Landesinstitut in Münster über die Faulbrut. Im Regierungsbezirk Arnsberg sind 12 Fälle, im Münsterland 6 Fälle, im Lipper Land 8 Fälle aufgetreten. Im Siegerland sind z.Zt. keine Faulbrutfälle bekannt.

Über den Kreisimkerverein Siegerland spendeten die jeweiligen Imker­vereine Honig für russische notleidende Kinder.

 

1992

 

Am 19.4.1992 verstarb unser langjähriges Mitglied und Schriftführer Helmut Donner. Er übte das Amt des Schriftführers 26 Jahre aus.

Am 28.6.1992 machte unser Verein einen Ausflug zum 1. Versmolder Bienenmarkt.

An dem 100jährigen Jubiläum des SGV Krombach am 12.7.1992 beteiligte sich der Imkerverein Littfetal mit einem Festwagen, ebenso beim 125jährigen Jubiläum des Schützenvereines Littfeld am 9.8.1992.

 

Grußwort

 

 

Der Imkerverein Littfetal, im nördlich­sten Zipfel des Siegerlandes gelegen, heißt alle Ehrengäste, Besucher und Imker zur Jubiläumsveranstaltung an­läßlich seines 75jährigen Jubiläums, verbunden mit einer Imkerei-Aus­stellung und einem Fachvortrag, recht herzlich willkommen.

Am heutigen Tage wollen wir Ihnen allen einen kleinen Einblick in unsere 75jährige Vereinsgeschichte geben -und natürlich vor allen Dingen versu­chen, Ihnen das Leben der Bienen in und um ihren Staat näher zu bringen.

Was schon vor 25 Jahren, zum 50. Ju­biläum Gültigkeit hatte, ist auch heute noch aktuell:

Die im Siegerland betriebene Bienen­haltung, oft mit großer Mühe und eben­solchen Opfern, möchten wir für jeder­mann verständlich zeigen. Auch auf die große Bedeutung der Biene/Bienen­haltung für die Natur, sprich Umwelt und der in ihr lebenden Menschen und Tiere, soll aufmerksam gemacht wer­den.

In der mit viel Idealismus und Eifer zusammengetragenen kleinen Ausstel­lung möchten wir den Besuchern ne­ben Imkergerätschaften von „anno da­zumal bis heute“ vor allen Dingen unser köstliches Naturprodukt, den Honig, vorstellen.

Allen Imkern möge dieser Tag ein An­reiz und Ansporn sein, für alle, die möglicherweise Interesse an der Imke­rei haben, der Anlaß, sich näher mit ihr zu beschäftigen und evtl. mitzutun.

Dank sagen wir allen Personen und Geschäftsleuten, die uns tatkräftig, finanziell oder mit Anzeigen unterstützt haben.

Vielen Dank sagen wir auch der Stadt Kreuztal für die kostenlose Überlassung der Krombachhalle.

Kreuztal-Littfeld, im September 1995

Imkerverein Littfetal gez. Lothar Müns 1. Vorsitzender

Der Imkerverein stellte sich der Öffentlichkeit vor und zwar am Tag des Gartens mit einem Schaukasten in der Gartenanlage der Fritz-Erler-Siedlung in Kreuztal und am 18.9.1992 am 1. Kreuztaler Ökomarkt mit Schaukasten und Honigstand.

 

1993

 

Auf der Jahreshauptversammlung am 20.20.1993 mußte zwecks Befreiung von der Zinsabschlagssteuer über eine eigene Satzung des Imkervereins abge­stimmt werden. Die Anwesenden bekamen ein Exemplar dieser Satzung. Fr. Keller verlas dann die Satzung. Von der Jahreshauptversammlung mußte festgelegt werden, wer bei Auflösung des Vereins sein Vermögen erhält. Folgende Vorschläge wurden gemacht: Diakoniestation Kreuztal oder Kreisimkerverein Siegerland. Für die Diakonie stimmten 16 Mitglieder, für den Kreisimkerverein Siegerland 3 Mitglieder. Anschließend wurde die neue Satzung einstimmig angenommen.

Da das Amt des Schriftführers durch den Tod von Helmut Donner verwaist war, wurde Ingrid Keller zum neuen Schriftführer vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Alfred Stahl stellte den Antrag, jedem Neuimker (auf Grund unseres Kassenbe­standes) einen Ableger im Werte von 100,00 DM zur Verfügung zu stellen. Jeder Imkerkollege, der eine Ehrung erhält, soll vom Verein einen Gutschein über eine Königin erhalten.

Dieser Antrag wurde akzeptiert und einstimmig angenommen.

Frank Keller nahm an einem Lehrgang zur künstlichen Besamung bei Prof. Dr. Schlei in Gießen teil.

Zu einer festen Einrichtung ist in Kreuztal der Ökomarkt geworden. Unser Verein stellte sich auch hier wieder vor und fand großen Zuspruch.

Am 29.10.1993 verstarb unser Eherenmitglied und langjähriger Kassierer Erwin Steuber.

Im Jahre 1993 sollen Jungimker nach der Honigrichtlinienverordnung geschult werden.

1994

Auf der Jahreshauptversammlung legten wir fest, daß unser 75jähriges Vereinsjubiläum am 16.9-1995 in der Krombachhalle in Krombach gefeiert werden soll.

1994 konnten wir erstmals das Mittel Bayvarol zur Bekämpfung der Varroa einsetzen. Bayvarol ist ein langzeitig wirkendes Mittel. Es kann über mehrere Jahre genutzt werden. Von allen gängigen Mitteln ist Bayvarol das Mittel, welches die geringsten Rückstände ausweist.

 

Grußwort

Der Imkerverein Littfetal kann in die­sem Jahr auf sein 75jähriges Bestehen zurückblicken.

Die Bienenzucht hierzulande hat eine lange Tradition und nimmt einen ho­hen Stellenwert ein. Die rund 1,2 Mil­lionen fleißigen Bienenvölker in der Bundesrepublik Deutschland erzeugen bis zu 15 Millionen Kilogramm Honig pro Jahr. Etwa 100 000 Mitbürgerinnen und Mitbürger beschäftigen sich – meist nebenberuflich – mit der Imkerei.

Die ökologische Gesamtleistung der Biene läßt sich in barer Münze kaum ausdrücken. Zweifellos ist die Honig­biene die wichtigste und nützlichste Tierart für die Bestäubung unserer 2.000 bis 3.000 Arten einheimischer Blütenpflanzen. Die Bienen sind inso­weit das Insekt Nummer eins!

Bienenzucht ist fraglos harte Arbeit. Man verkennt nämlich den ständigen fürsorglichen Einsatz, der dem Imker abverlangt wird, wenn er gesunde und ertragreiche Völker sein Eigen nennen will. Wer die Imkerei erfolgreich be­treiben will, muß sich mit der Natur verbunden fühlen, ein Gespür für öko­logische Zusammenhänge entwickeln und die Wunderwelt im Bienenstock verstehen und schätzen lernen.

An dieses Motto hält sich der Imkerver­ein Littfetal nun schon 75 Jahre! Na­mens der Stadt Kreuztal wie auch ganz persönlich gratuliere ich dem Imker­verein Littfetal zu diesem Jubiläum sehr herzlich. Ich wünsche ihm und seinen Mitgliedern alles Gute für die Zukunft, weiterhin viel Freude an den Bienen und Jahr für Jahr einen ebenso umfang­reichen wie süßen Ertrag als verdiente Belohnung für ihre fleißigen Bemühun­gen.

Helmut Nölling Bürgermeister und Schirmherr

Am 15.10.1994 gedachten wir in einer Schweigeminute des verstorbenen Mitgliedes Wolfgang Busse, Lüttringhausen.

Unser Mitglied Robert Groll verstarb am 10.10.1994 an den Folgen einer Gasex­plosion in seinem Haus.

Durch das geänderte Landschaftsschutzgesetz sind die Imker nicht mehr in den Landesbeiräten vertreten. Der Deutsche Imkerbund will sich aber dafür einsetzen, daß dies wieder geändert wird.

 

1995 Jubiläumsjahr

 

Am 16.9 1995 ist die Festveranstaltung in der Krombachhalle in Krombach. Aus diesem Anlaß veranstalten wir am 9-7.1995 einen „Tag der offenen Tür“ auf der Belegstelle. Hierzu sollen alle Orts- und Imkervereine eingeladen werden, was natürlich auch für das Jubiläum gilt.

Herr Rohner vom Landesverband Rheinland konnte als Festredner gewonnen werden.

Der Tag der offenen Tür wurde am 9.7.1995 durchgeführt. Wir konnten sehr viele Interessierte begrüßen.

In einem Ausblick auf die Zukunft bleibt zu hoffen, daß es nicht nur immer wieder jüngere oder ältere Menschen geben möge, die sich in ihrer Freizeit mit der Haltung von Bienen beschäftigen. Daß in einer mehr und mehr technisierten Welt nicht nur den Verantwortlichen, sondern vor allem einer breiten Öffentlichkeit bewußt bleiben möge, daß es gilt, die Natur in ihrer Ursprünglichkeit zu schützen und sie zu erhalten und daß dabei die Biene, die seit Millionen von Jahren auf diesem Erdball lebt, und der wir uns verschrieben haben, ein zwar kleines aber nicht auszulassendes Glied in einer großen Kette ist.

 

 

 

 

 


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